RSI.CHFALÒ: madri derubate – Vivere senza mio figlio – Per essere rimaste incinta quando erano minorenni, per aver vissuto una vita giudicata “diversa”, moltissime adolescenti sono state rinchiuse in prigione senza processo, e senza aver commesso alcun reato. Succedeva in Svizzera fino al 1980. Molto spesso i bimbi di queste ragazze madri, prelevati di forza, sono stati destinati all’adozione. Quaranta anni dopo alcune di queste “madri derubate” cercano disperatamente il loro bambino, altre sono riuscite a riallacciare i contatti con i figli ormai grandi. Uno scandalo svizzero, rimasto nascosto fino ad oggi, di cui si sta occupando anche la Berna federale e che dovrebbe portare, nel 2010, a delle scuse ufficiali nei confronti di queste donne. Ospite in studio la consigliera nazionale Marina Carobbio.

FEMINA.CHBébés volés – recherche de témoins romandes Emprisonnées, leur enfant enlevé à la naissance… C’est le destin qu’ont connu de jeunes Suissesses entre 1942 et 1981, soumises à «l’internement administratif». Dans le sillage d’Ursula Biondi, auteure d’un livre sur son expérience d’«internée» à 17 ans («Geboren in Zürich. Eine Lebensgeschichte», voir article dans Femina du 28 juin 2009, page 26-27 [1]), des femmes alémaniques sortent de l’ombre, espérant retrouver leur enfant et leur honneur.

RTS.CHLe scandale des enfants volés en Suisse

DERBUND.CHBern prüft Rehabilitierung administrativ Versorgter In 20 Jahren ist zu spät «Die Frauen werden älter, die Jahre laufen ihnen quasi davon», sagt Regierungsrat Neuhaus. Eine Wiedergutmachung bringe nichts mehr, wenn die Betroffenen nicht mehr leben würden. Denn die Frauen lebten mit den Stigmata, in einer Vollzugsanstalt gewesen zu sein. «Wie soll ich erklären, dass ich im grössten Frauengefängnis der Schweiz sass – und doch keine Strafgefangene war?», fragte Biondi im «Beobachter». Im Prinzip stünden sie im juristischen Niemandsland, und theoretisch dürfte es sie gar nicht geben. «Doch wir sind da», sagt Biondi. «Wenn wir in 20 Jahren mit Pomp rehabilitiert werden, nützt uns dies im praktischen Sinne nichts mehr», sagt Biondi. (Der Bund)

RTS.CH – Mise au point: Invitée Ursula Biondi, ancienne détenue administrative

BEOBACHTER.CH – «Administrative Versorgungen» Rehabilitation verweigert – Niemand will sich entschuldigen bei den Frauen, die als unschuldige Jugendliche in der Strafanstalt interniert wurden. Der Bund verweist auf die Kantone, diese halten sich für machtlos…«Alle haben Verständnis, aber niemand macht was», empört sich Ursula Biondi. In der Zwischenzeit müssen Hunderte von Frauen mit dem Stigma Hindelbank weiterleben… Ein einziges Amt bleibt nicht untätig: das Amt für Freiheitsentzug und Betreuung des Kantons Bern. Amtsleiter Martin Kraemer lässt in Absprache mit Regierungspräsident Hans-Jürg Käser derzeit im Staatsarchiv nach Akten von administrativ Versorgten suchen und analysiert diese.

TeleZüri: «SommerTalk» – Gäste von Hugo Bigi: Rita Schreier und Ursula Biondi

FEMINA.CHFille-mère derrière les barreaux A 17 ans, coupable d’être enceinte d’un homme plus âgé, Ursula Biondi a passé une année en prison. Quarante ans après, elle ose parler de cette étape infamante.

DERBUND.CH – Administrative Versorgung: Als 19-jährige ledige Mutter wurde Christina G. 1976 von der Vormundschaftsbehörde ins Frauengefängnis Hindelbank eingewiesen.
Warum genau, erfuhr sie erst 32 Jahre später. Bis in die 1980er-Jahre konnten Vormundschaftsbehörden Frauen, Männer und Jugendliche, die aus dem gesellschaftlichen Rahmen fielen, hinter Gitter schicken. Viele dieser einst sogenannt administrativ Versorgten kämpfen heute für ihre Rehabilitation… Treibende Kraft ist Ursula Müller-Biondi, die letztes Jahr mit ihrem Schicksal als Erste an die Öffentlichkeit trat. Die «grauenhafte Demütigung», das «Stigma, im Gefängnis gewesen zu sein», trage man ein ganzes Lebenlang mit sich herum, sagt Müller-Biondi: «Wir fordern eine Entschuldigung.» Die Behörden sollten hinstehen und sagen, dass es falsch gewesen sei, Menschen auf diese Art wegzusperren. Tausende seien so regelrecht gebrochen worden.

BERNERZEITUNG.CHEin dunkles Kapitel unserer Sozialgeschichte», findet die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr. Sie werde in der Sondersession Ende April eine Interpellation einreichen, sagt Fehr auf Anfrage. Darin wolle sie vom Bundesrat wissen, was dieser zur Aufarbeitung des Themas beitragen will. Fehr will erreichen, dass Frauen wie Ursula Biondi von höchster Stelle eine Entschuldigung erhalten. «Es geht dabei um eine moralische Wiedergutmachung. Den Frauen soll gesagt werden, dass sie nicht selbst an ihrem Schicksal schuld sind.»

20MIN.CH«Erzieherische Massnahme»: 17-Jährige unschuldig im Knast – Da es in den 1960er-Jahren keine geeigneten Heime für Mädchen gab, wurde sie zu den straffälligen Frauen nach Hindelbank gebracht. Ein Jahr verbrachte Ursula Biondi mit Mörderinnen im Gefängnis als sogenannt «administrativ Versorgte». Sie erlebte Schreckliches.

SRF1.CH – Reporter: Ein Leben lang bestraft - Ursula Biondi – minderjährig, schwanger, weggesperrt eine starke Frau, die in den 60er-Jahren für Liebe und Schwangerschaft kriminalisiert wurde und dafür ein Leben lang bestraft worden ist.

SRF1.CH – Kurt Aeschbacher: Ursula Müller-Biondi landete mit 17 als Schwangere im Gefängnis ohne eine Straftat begangen zu haben. Vor 40 Jahren entsprach diese Massnahme kantonalen Verordnungen. Diese Ungerechtigkeit, quält die Zürcherin heute noch, obschon sie den Weg zurück in den hellen Alltag gefunden hat.

BEOBACHTER.CH«Was die mit uns gemacht haben!» Drei Frauen suchen Wiedergutmachung. Als junge Mädchen wurden sie ohne Gerichtsurteil zur Erziehung in die Strafanstalt Hindelbank eingewiesen. Jahrzehnte später kehren sie dorthin zurück. Mit einem Ziel: «Es soll wenigstens mal jemand sagen, dass das falsch war.» Keine von ihnen hatte ein Verbrechen begangen - sie waren bloss unbequeme Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen. Man hatte sie erst bevormundet, dann in Erziehungsheime gesteckt und zuletzt nach Hindelbank verfrachtet. Die Vormundschaftsbehörden konnten bis 1981 eine Anstaltseinweisung verfügen, ohne dass die Betroffenen eine Möglichkeit hatten, sich vor Gericht dagegen zu wehren. Ursula Biondi: «Eine Stigmatisierung, wie wir sie erlebt haben, darf nie mehr passieren.»

TAGBLATT.CHAls Schwangere im Knast gelandet – SCHICKSAL: Ursula Biondi war 17 und schwanger. Deshalb wurde sie ins Erziehungsheim im Gefängnis Hindelbank gesteckt. Diese Ungerechtigkeit quält sie noch heute.