RTS.CH – Le Journal: Les anciens enfants placés ont transmis le texte de leur initiative populaire au Conseil des droits de l'homme C'est la dernière étape d'une marche de solidarité à travers la Suisse romande pour récolter des signatures.

Canal AlphaMarche de solidarité pour les enfants placés Une initiative sur la « réparation de l'injustice faite aux enfants placés de force et aux victimes de mesures de coercition prises à des fins d'assistance » a été lancée, il y a deux mois. Victimes, bénévoles et politiciens prennent part à la marche de solidarité pour récolter des signatures. A Neuchâtel, la conseillère nationale, Sylvie Perrinjaquet était présente. L'objectif principal de cette initiative est la reconnaissance du peuple suisse, comme l'explique Ursula Biondi, présidente de RAVIA.

Tele Top – News: Verdingkinder - Kritik am runden Tisch

Vortrag: Vor dem Schweizerischen Städteverband: «Kann Unrecht gut gemacht werden?» Gastreferentin Dr. h.c. Ursula Biondi –Zeitzeugin - Administrative Versorgung und fürsorgerische Zwangsmassnahmen

Tele Top – News: Initiative will Millionen-Fonds für Opfer von Zwangsmassnahmen Im Gespräch mit Nationalrätin Jacqueline Fehr, Ursula Biondi, Maria Magdalena Ischer und Guido Fluri. Die Opfer administrativer Zwangsmassnahmen verdienen nicht nur eine Entschuldigung, sondern auch eine Entschädigung. Eine Volksinitiative, die in Bern lanciert worden ist, verlangt einen mit 500 Millionen Franken dotierten Wiedergutmachungs-Fonds.

BEOBACHTER.CHDie Schuld der Schweiz – Schweizer Behörden haben Tausende Kinder und Jugendliche verdingt, ­weggesperrt, sterilisiert, psychiatrisiert und zur Adoption ­freigegeben. Viele Betroffene leiden bis heute. Sie müssen endlich entschädigt werden… Erst im Jahr 2008 wurde das Thema politisch wieder aktuell, als der Beobachter das Schicksal von Ursula Biondi publik machte, die 1967 als 17-Jährige im Frauengefängnis Hindelbank versorgt worden war. Wie viele andere war auch ­Ursula Biondi ohne Gerichtsurteil weg­gesperrt worden, nur weil sie unverheiratet schwanger geworden war. -
Das brachte den Stein ins Rollen. Seither kann man das düstere Stück Schweizer Sozialgeschichte nicht mehr totschweigen. Im September 2010 entschuldigte sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf an einer Feier in Hindelbank vor zwei Dutzend Betroffenen.

RTS.CH – Infrarouge: Enfants placés : la Suisse doit-elle payer? La Suisse a demandé pardon aux victimes, mais est-ce suffisant ? Ne doit-on pas les indemniser ? Infrarouge ouvre le débat avec de nombreux témoignages.

BEOBACHTER.CH – Behördenopfer – Weggesperrte rehabilitiert – Das Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das sogenannt administrativ Versorgte rehabilitiert – der Staat gesteht damit ein, dass den Betroffenen Unrecht zugefügt wurde. In der Schweiz wurden Menschen bis Anfang der achtziger Jahre ohne Gerichtsurteil in Gefängnissen und Strafanstalten weggesperrt. Nun hat das Parlament ein Gesetz beschlossen, das Betroffene rehabilitiert – der Staat gesteht damit ein, dass den sogenannten administrativ Versorgten Unrecht zugefügt wurde. Geld sollen sie aber nicht bekommen. Auf ihr Schicksal hatte der Beobachter erstmals vor sechs Jahren aufmerksam gemacht, mit einem Artikel über die 1967 als 17-Jährige im Frauengefängnis Hindelbank versorgte Ursula Biondi. Der Beitrag löste in breiten Kreisen Empörung über die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen aus.

Fachzeitschrift Curaviva - Verband Heime & Institutionen Schweiz, S. 30 – Erste konkrete Hilfe für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen Lotteriegelder für Verdingkinder Menschen, die Opfer von Zwangsmassnahmen wurden und heute finanzielle Schwierigkeiten haben, bekommen Soforthilfe. Ein eigens dafür eingerichteter Fonds soll aus Lotteriegeldern gespeist werden. – Der Soforthilfefonds ist freilich nur eine Übergangslösung, bis ein Härtefall- oder Solidaritätsfonds geschaffen sein wird. Grund für das rasche Vorgehen mit dem Soforthilfefonds ist das teilweise hohe Alter der Betroffenen. Die Soforthilfe wird darum auch bereits in diesem Sommer anlaufen. Eingerichtet und verwaltet wird der Fonds von der Glückskette. Vorgesehen ist eine einmalige finanzielle Hilfe für Opfer in Notsituationen. In der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF (27. Januar) war von 4000 bis 12 000 Franken pro betroffene Person die Rede. Die Zahlen wurden später vom Bundesamt für Justiz bestätigt. In derselben Sendung sagte Ursula Biondi vom Verein Rehabilitierung administrativ Versorgter und selbst eine Betroffene von Zwangsmassnahmen: «Es ist erfreulich, dass endlich etwas läuft. Aber letztlich ist es auch nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein.» Der für später geplante Härtefall- oder Solidaritätsfonds soll etwas anders funktionieren als der Soforthilfefonds. Wie genau, das prüft der Runde Tisch derzeit vertieft.

TVO.CH – Das Ostschweizer Fernsehen: Interview mit Ursula Biondi und Walter Emmisberger Verdingung Ergebnisse vom Runden Tisch 29.01.2014

Tele Top – News: Kritik an Übergangsfonds für Verdingkinder und administrativ Verwahrte, mit Ursula Biondi

SRF.CHVerdingkinder: Behörden-Willkür mit Lotto-Millionen sühnen - «Das Unrecht ist unbestritten. Im Rahmen «Fürsorgerischer Zwangsmassnahmen» sind bis in die 80er-Jahre in der Schweiz Menschen administrativ «versorgt» worden. Die Sozialdirektorenkonferenz der Kantone empfiehlt jetzt einen Soforthilfefond… Für die Betroffenen selbst ist das zwar eine gute Nachricht. Aber angesichts des unermesslichen Leids, das ihnen widerfahren ist, dürfte die Summe im Fond nicht viel mehr als der berühmte Tropfen sein. Ursula Biondi vom Verein «Rehabilitierung Adminstrativ Versorgter» war damals selbst ein Opfer dieser Behörden-Willkür. Die Buchautorin und Trägerin eines Ehrendoktortitels sagte zu SRF «Heute um vier», diese Überbrückungsmassnahmen seien ein erfreuliches Zeichen, reichten aber bei weitem nicht aus.

SRF.CH – Audio/Echo der Zeit: Soforthilfe für Verdingkinder und «Administrativ Versorgte». Verdingkinder und sogenannt «Administrativ Versorgte» erlebten bis in die 1980-er Jahre hinein harte Schicksale. Sie mussten auf Bauernhöfen harte Arbeit leisten oder wurden ohne Gerichtsurteil weggesperrt. Nun sollen Opfer fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, die in finanzieller Not sind, Soforthilfe erhalten. – Ursula Biondi vom Verein Rehabilitierung administrativ Versorgter war selber Opfer von FSZM. Sie sagt denn auch über den angekündigten Soforthilfefonds: «Es ist natürlich eine erfreuliche Reaktion, dass endlich mal was läuft für die schwerst Betroffenen. Auf der anderen Seite, wenn ich jetzt den Betrag höre, ist es natürlich einen Tropfen auf den heissen Stein, so würde ich das nennen».  

TAGBLATT.CH Betroffene reisten umsonst an Der Nationalrat sollte gestern eigentlich mit einem Gesetzesentwurf anerkennen, dass administrativ Versorgten Unrecht widerfahren ist. Doch das Geschäft ist vertagt – für Betroffene ein herber Schlag. Textausschnitte: Eine, die die Schwierigkeiten als Betroffene erlebt hat, ist Ursula Biondi. Sie ist enttäuscht über den Entscheid: «Wir administrativ Versorgte wurden unser ganzes Leben lang herumgeschoben. Da haben sich wohl einige Leute in Bundesbern gedacht: Was soll's, verschieben wir das Geschäft doch einfach noch einmal!», sagt Biondi. «Wollen die Menschen mit der Rehabilitierung warten, bis alle Betroffenen tot sind?» 
Keine finanziellen Ansprüche Für Biondi ist es ein Hohn, dass im Gesetzesentwurf finanzielle Ansprüche für die Betroffenen ausgeschlossen werden: «Unser Verein <Rehabilitation der administrativ Versorgten> kämpft für eine Rentenerhöhung, für einen Mietzinszuschuss und für einen Steuererlass für Betroffene.» Trotzdem, sagt Biondi, sei das Gesetz ein «erster Schritt in die richtige Richtung». Zudem arbeite ja nicht nur das Parlament, sondern auch der runde Tisch für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen an einer Lösung (Ausgabe vom 16. November). «Der runde Tisch hat sich für einen finanziellen Notfallfonds ausgesprochen, für welchen es keine gesetzliche Grundlage braucht», sagt Biondi. Momentan liefen die Beratungen dazu.

YOUTUBEUrsula Müller-Biondi Remise du titre docteur honoris causa Sur proposition du Conseil décanal, la Faculté décerne le titre de docteur honoris causa à Ursula Müller-Biondi, co-fondatrice de l'association RAVIA (Rehabilitierung der Administrativ Versorgten). Par son témoignage et ses actions, celle-ci travaille à la réhabilitation des victimes de mesures d'internement administratif, prononcées jusqu'en 1981. Elle a elle-même été internée au pénitencier de Hindelbank à l'âge de 17 ans pour avoir été enceinte avant sa majorité. Depuis 2002, elle attire l'attention du public sur le sort comparable réservé à des milliers de personnes en Suisse, sur la base de règles de droit et de procédure qui apparaissent désormais incompatibles avec la garantie des droits fondamentaux. Elle a ainsi imposé une réflexion non seulement sur le contenu du droit, mais également sur son rôle et son statut, ce qui constitue un «mérite juridique exceptionnel».
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