LALIBERTE.CH – Quand on internait les filles-mères – En Suisse, jusqu’en 1981, les citoyens trop «dérangeants» pouvaient être emprisonnés sans jugement – Ordre social » Le scandale des enfants placés et exploités aux XIXe et XXe siècles en Suisse a fait couler beaucoup d’encre ces dernières années. Mais les victimes n’étaient pas que des enfants. Au nom de l’ordre et de la morale, la société s’en prenait aussi aux adultes. Jusqu’en 1981, des dizaines de milliers de personnes qui s’étaient écartées de l’ordre social ont été emprisonnées sans jugement, pour fainéantise, alcoolisme, vagabondage, prostitution ou simple inconduite. De nombreuses filles-mères ont aussi été internées… Le plus choquant, ce sont ces filles-mères internées dans les années 1960, comme Ursula Muller-Biondi, qui témoigne dans le film Au nom de l’ordre et de la morale

Universität Freiburg – «Au nom de l'ordre et de la morale». Ursula Müller-Biondi, Ehrendoktorin der Universität Freiburg und Mitbegründerin des Vereins RAVIA (Rehabilitierung der administrativ Versorgten), ist eine der Betroffenen: Mit 17 Jahren wurde sie selbst in die Strafanstalt Hindelbank eingewiesen, da sie vor der Mündigkeit schwanger war. Durch ihre Erlebnisberichte und ihr Engagement setzt sie sich für die Rehabilitierung der Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen in der Zeit vor 1981 ein. Der Dokumentarfilm « Au nom de l'ordre et de la morale » wurde am « 23 Festival international du grand reportage d'actualité et du documentaire de société (Figra) » in Le Touquet (France) mit dem Grossen Preis ausgezeichnet.  

FR3«Au nom de l'ordre et de la morale» – Durant des décennies, jusque dans les années 1980, des milliers de jeunes Suisses ont été jetés en prison sans procédure judiciaire, stérilisés, placés de force dans des familles d'accueil ou en maison de rééducation simplement pour avoir eu une conduite jugée menaçante par une société éprise d'ordre et de conformisme. Sur la base de témoignages, d'archives personnelles et de documents d'époque, ce documentaire raconte le calvaire de ces enfants et décrypte un système politique et social qui a conduit des citoyens bien sous tous rapports à en éloigner d'autres, au nom de certaines valeurs morales.

FR 3 – «Scandale en Suisse» Romain Rosso. Le scandale que la Suisse voulait cacher.

SRF.CH – Tagesschau: Entschädigung Verdingkinder, siegreiche Favoriten, Gratisarbeit.

RTS.CH – Info: L’initiative pour la réparation des enfants placés a le soutien du Conseil national A l’époque, des enfants ont été traumatisés par la dureté de l’assistance sociale.

Radio SRF1.CH – Treffpunkt: Versorgt und fürs Leben gezeichnet – Bis 1981 wurden in der Schweiz Tausende Menschen in Strafanstalten und geschlossene Erziehungsanstalten eingewiesen, ohne dass sie eine Straftat begangen hatten. Seit ein paar Jahren wird dieses dunkle Kapitel der Schweizer Geschichte aufgearbeitet. Betroffene sagen, die Arbeit habe erst begonnen. Im Studio erzählt Ursula Biondi ihre Geschichte. Die Zürcherin wurde 1967 für über ein Jahr in die Frauenhaftanstalt Hindelbank eingesperrt. Sie war damals 17 Jahre alt und im fünften Monat schwanger. Im Jahr 2002 schrieb sie in einem Buch, was sie erlebte und wurde so zur Vorkämpferin für die «Wiedergutmachung». «Seit 1860 setzten sogenannte Versorgungsgesetze die Grundrechte ausser Kraft. Dabei wurde gezielt die Unterschicht ins Visier genommen», erzählt Studiogast Thomas Huonker. Der Historiker befasst sich seit über 25 Jahren mit Verdingkindern, Zwangssterilisierten und mit den Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, zu denen auch die sogenannte «administrativ Versorgten» gehören.

SRF.CH – DOK: Die Ergänzung zum Schweizer Film LINA Reportage, zum ursprünglichen SRF DOK. Ab der Film Sequenz 17:40 Min.

SRF.CH – DOK: «Es ist eine Erlösung» Ursula Biondi landete mit 17 Jahren ohne Gerichtsentscheid im Gefängnis. Sie erlitt fürsorgerische Zwangsmassnahmen – wie viele Junge von 1942 bis 1981.

SRF.CH – DOK: «Der Staat muss handeln» Ursula Biondi landete mit 17 Jahren ohne Gerichtsentscheid im Gefängnis. Grund: ledig schwanger. Sie erlitt fürsorgerische Zwangsmassnahmen – wie viele Junge von 1942 bis 1981.

SRF.CH – Reporter: SRF Schweizer Film «Lina» Die rebellische Lina (Rabea Egg, Schweizer Fernsehfilmpreis 2016) wird Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und begegnet rund 40 Jahre später ihrem Sohn, den sie im Gefängnis geboren und zur Adoption hat freigeben müssen. Ein berührendes Drama über ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte, basierend auf realen Schicksalen.

SRF.CHAusschnitte aus dem Film «Lina» Der Film «Lina» nimmt sich der Phase der administrativen Versorgung von Jugendlichen bis ins Jahr 1981 an. Dieser Zusammenschnitt eignet sich zur Vermittlung dieses dunklen Kapitels jüngerer Schweizer Geschichte und dem gesellschaftlichen Wandel im Unterricht. SRF mySchool bietet dazu begleitende Unterrichtsmaterialien an.

Podiumsgespräch:Brig-Glis Theater «Playades» im Zeughaus Kultur «Luftschwimmen» – «Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und ihre Folgen»

JOIZ-TVAdministrativ Versorgte – ein dunkles Kapitel – Als Jugendliche wurde sie weggesperrt – und das nur weil sie schwanger war! Ursula Biondi erzählt von ihrem Schicksal als administrativ Versorgte. Weil sie früh schwanger wurden oder einen «liederlichen Lebenswandel» führten, schickte man zwischen 1942 und 1981 Jugendliche ohne Gerichtsurteil in ein Gefängnis oder in ein Zwangsarbeitslager. Dort wurden sie für unbestimmte Zeit weggesperrt. Ursula Biondi war auch eine sogenannte «administrativ Versorgte» und erzählt in der JOIZone von ihrer bewegenden Geschichte. Jungschauspielerin Rabea Egg skypt zudem in die Sendung und berichtet über die Dreharbeiten zum neuen TV-Film «Lina liebt», der das dunkle Kapitel der Schweizer Geschichte aufarbeitet.

Veranstaltung: Frauenkulturarchiv Graubünden – Anlass als Auftakt zu unserem Forschungsprojekt «versorgt» über administrative Zwangsmassnahmen.