ZUZWIL-BE – Das Berner «Zeichen der Erinnerung» (ZEDER) – Textausschnitte: Mehr als 2000 Heim- und Verdingkinder, administrativ Versorgte, Zwangssterilisierte, Zwangsadoptierte, Psychiatrieopfer und Kinder von Fahrenden leben allein im Kanton Bern noch heute. Zehntausende, deren Schicksal in keiner Chronik, deren Leiden in keinem Lebenslauf Erwähnung fand und findet, sind bereits tot. Die schiere Menge an Betroffenen macht deutlich: Die Praxis der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen im 19. und 20. Jahrhundert ist ein ausgesprochen dunkles Kapitel der jüngeren Schweizer Geschichte. – Es ist dem unablässigen Engagement einer ganzen Reihe von Opfern zu verdanken, dass in den letzten 25 Jahren dieses dunkle Kapitel Schweizer Geschichte ans Licht geholt wurde. Es waren mutige und entschlossene Persönlichkeiten, welche ihre Geschichte öffentlich machten, um Aufmerksamkeit, Anteilnahme und Solidarität einzufordern. Fünf von Ihnen, es sind dies Ursula Biondi, Uschi Waser, Hene Kräuchi, Fred Ryter und Christian Studer, arbeiten beim Berner ‘Zeichen der Erinnerung’ als Expertinnen und Experten in einem Projektbeirat mit.