BZBASEL.CH - Zusätzliche Hilfe für ehemalige Verdingkinder: Der Bundesrat will nicht aktiv werden - Auch für die Landesregierung ist die Wiedergutmachung für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen noch nicht abgeschlossen. Sie will aber auf die Beschlüsse des Parlaments warten. Dort wird unter anderem über mehr Geld für Selbsthilfeprojekte diskutiert.

Buchtipp: UEK Band 6 - «Zehntausende» - Zahlen zur administrativen Versorgung und zur Anstaltslandschaft - Gleichzeitig entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert eine vielfältige und vernetzte Anstaltslandschaft - Wir Betroffenen appellieren an das soziale Gewissen des einzelnen Menschen. Jeder Bürger trägt eine soziale Verantwortung. Er muss sich ihrer bewusst sein. - Lasst so etwas nicht noch einmal geschehen! Die unbedingte Wahrung der Menschenwürde muss oberstes Gesetz sein!

UEK-Ausgegrenzt & Weggesperrt - De administrative Zwangsversorgung welche viele Leben zerstörte wurde erst 1981 – unter dem Druck der Europäischen Menschenrechtskonvention – abgeschafft.

Walter Emmisberger Вальтер Эммисбергер so heiss ich auf Russisch, aber es ist natürlich sehr wichtig dass dieser Film in verschiedenen Sprachen um die ganze Welt geht - Allein auf Facebook haben in Russland den Film über 400'000 Personen gesehen und geteilt wurde er ich weiss nicht wie viele hunderte Male.

Lisbeth Herger neues Buch "moralisch defekt" - Pauline Schwarz zwischen Psychiatrie und Gefängnis - Vernissage am: 30. Oktober 2020 um 18.30 Uhr im Volkshaus in Zürich

Buchtipp von Kevin Heiniger: Krisen, Kritik und Sexualnot - Die «Nacherziehung» männlicher Jugendlicher in der Anstalt Aarburg (1893–1981) - Die Zwangserziehungsanstalt Aarburg, 1893 gegründet, verfolgte den vordergründigen Zweck, jugendliche Straftäter getrennt von Erwachsenen zu verwahren. Der Anteil administrativer Versorgungen betrug allerdings von Beginn an rund die Hälfte aller Einweisungen. - Kompetenzkonflikte kurz nach Anstaltseröffnung, Misshandlungsvorwürfe und die Suizide zweier Jugendlicher in den Jahren um den Ersten Weltkrieg, die medienwirksame Anstaltskritik von 1936 und schliesslich die Heimkampagne um 1970 sind die Sondierungspunkte dieses Buches.

Grenchner-Tagblatt.ch - Die besten Jahre verbrachte er als Verdingkind noch im Bachtelen Hanspeter Bobst: «Wichtig ist, dass wir miteinander reden und einander zuhören.»

Vormerken: Am Mittwoch, 20. November, 20 Uhr, folgt in der Lokremise Verminte Seelen, das Schauspielprojekt zur administrativen Versorgung - Die Wiederaufnahme des im Mai uraufgeführten Stücks Verminte Seelen fällt auf ein Datum, das kaum passender sein könnte: Am 20. November 1989, vor genau dreissig Jahren, hat die UNO ihre Kinderrechtskonvention verankert, seither wird am 20. November weltweit der Tag der Rechte der Kinder begangen. Das Schauspielprojekt Verminte Seelen thematisiert das dunkle Kapitel Schweizer Sozialgeschichte, als Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, administrativ versorgt werden konnten, wenn ihre Lebensumstände nicht der gesellschaftlichen Norm entsprachen.

Sonderausstellung - «Vom Glück vergessen. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen in Graubünden» -
22. August 2020 – 28. Februar 2021 - Fremdplatziert, verdingt, entmündigt, in Anstalten versorgt, zwangsadoptiert oder -sterilisiert: bis in die 1970er-Jahre waren in der Schweiz zehntausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffen. In Graubünden waren es mehrere Tausend.

Walter Emmisberger - Schon wieder ist ein Jahr vergangen und immer noch ist nichts unternommen worden für die Betroffenen von Kuhns Medikamententests von der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen - Auch haben die Betroffenen bis heute noch keine finanzielle Entschädigung erhalten. Es ist sehr traurig, dass man die Betroffenen einfach zur Seite schiebt und dafür mit dem Leiden von den Betroffenen Geld gemacht wird, wie auch für Forschungsarbeiten, ein Denkmal (Kunstprojekt), historische Aufarbeitung und Bücher zum Thema. - Walter Emmisberger

Zur Erinnerung: SBS Dateline Australia - Switzerland's Stolen Generation - Children deemed to be at risk were taken from their families and abused as slave labour in Switzerland, but they're still waiting for an apology.

Zur Erinnerung: Walter Emmisberger aus Fehraltorf, Ursula Biondi aus Zürich, Jean-Louis Claude aus Genf und Bernadette Gächter aus Altstätten/SG werden vom «Beobachter» mit dem Prix Courage 2013 ausgezeichnet - Alle vier wurden als Kinder und Jugendliche Opfer behördlicher Willkür. Ihre Einzelschicksale stehen exemplarisch für immenses persönliches Leid.

SRF.CH - Fürsorgerische Zwangsmassnahme - Die Nonnen straften mit Schlägen und Eisbädern - Bis in die 1980er-Jahre wurden in der Schweiz Kinder weggesperrt und misshandelt. Auch von der Kirche. Im Film «Hexenkinder» erzählen Betroffene.

10. Jahrestag! – Am 10. September 2010 entschuldigte sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im Namen des Bundesrates bei den administrativ versorgten Menschen vor 1981 im Rahmen einer Gedenk-Veranstaltung im Schloss Hindelbank.

DIE SCHWEIZ BRAUCHT EINE OMBUDSSTELLE FÜR KINDERRECHTE